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Ionenchromatographie zur Bestimmung des Gehaltes an Anionen und Kationen

Mit Hilfe der Ionenchromatographie können Salze in Materialien bestimmt werden, z.B. als Beurteilungskriterium des Untergrundes bei der Materialauswahl für weitere Beschichtungen wie Putz und Anstrich. Bauschädliche Salze wie Nitrat, Sulfat und Chlorid sind in Wasser leicht löslich. Sie können durch den Wasserkreislauf in Baustoffe transportiert werden, wo sie Schäden oder aufgrund ihres hygroskopischen Verhaltens eine weitere Durchfeuchtung verursachen können.

Qualitative und Quantitative Analyse von Konservierungsstoffen mittels HPLC

Das RMI verfügt über mehrere Flüssigchromatographen (HPLC) mit UV-Detektor bzw. Diodenarry-Detektor (DAD), wovon einer zusätzlich mit einem Triple-Quadrupol-Massenspektrometer ausgestattet ist. Mittels HPLC können z.B. Konservierungsstoffe und Formaldehyd qualitativ und quantitativ in Beschichtungsstoffen, Anstrichfilmen und Wasserproben nachgewiesen werden. Zur Überprüfung der Konservierungsmittelfreiheit von Allergikerfarben können Topfkonservierungsmittel wie z. B. Isothiazolinone noch in Spuren von 0,1 ppm nachgewiesen werden. In mehreren Forschungsprojekten hat sich das RMI in den letzten Jahren damit beschäftigt, die Freisetzung von Substanzen aus Fassadenbeschichtungen über den Kontakt zu Tau und Schlagregen in die Umwelt zu bestimmen. Als Labormethode wurde hierzu der Europäische Standard EN 16105 etabliert. Für Wasserproben aus Freibewitterung oder Labortauchversuchen werden Verfahren modernster Spurenanalytik eingesetzt. Die Wasserproben, sogenannte Eluate, können vor der Analyse mittels Flüssigchromatographie mit einer Festphasenextraktion angereichert werden. Eine hohe Empfindlichkeit und eine eindeutige Identifizierung von Substanzen in Wasser- und Anstrichproben werden mit dem sensitiven Triple-Quadrupol-Massenspektrometer erreicht. Mit der LC/MS/MS-Technik lassen sich selbst ohne Anreicherung Konzentrationen von unter einem ppb einer Substanz in einer Probe nachweisen.