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Mikroskopische Untersuchungen von Beschichtungsfilmen

Tritt nach der Verarbeitung eines Materials ein Schaden an einer Beschichtung auf, oder ist unklar welches Material verarbeitet wurde, so kann die Analytik mit etwas Detektivarbeit dazu beitragen, den Schadensfall zu lösen oder die Art des Materials zu ermitteln. Hierzu werden die optische Mikroskopie und die Infrarot-Spektroskopie genutzt.

Mit der Mikroskopie können Aussagen über die Schichtdicke im µm-Bereich und die Anzahl der aufgetragenen Beschichtungen getroffen werden. Mit unserem Mikroskop werden Vergrößerungen von bis zu 200 erreicht. Mit einer speziellen Beleuchtungseinheit und diversen Bildbearbeitungstools kann das Kontrastverhältnis erhöht und dadurch Oberflächenstrukturen sichtbar gemacht werden.

Infrarotspektroskopische Untersuchung von Beschichtungsstoffen und Beschichtungsfilmen

Bei der Infrarot-Spektroskopie dringt die Infrarotstrahlung wenige Mikrometer in die Oberfläche der Beschichtung ein und wird wieder reflektiert. Dabei werden Schwingungen im Material angeregt und ein Teil der Strahlung wird absorbiert. Man erhält charakteristische Infrarotspektren und kann z. B. Aussagen treffen, welches Bindemittel bei einem Anstrich verwendet wurde bzw. ob ein bestimmtes Material verarbeitet/appliziert wurde.

Das RMI verfügt über eine große Datenbank mit FTIR-Referenz-Spektren von Beschichtungsstoffen und Rohstoffen.

Bei der Überprüfung der Übereinstimmung eines Beschichtungsstoffes mit einem Referenzmaterial ist zu beachten, dass dieses als Muster zur Verfügung gestellt werden muss.